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Veranstaltungen / Presse


Aktuelles:

ARD Buffet "Thema Blasenschwäche"

ARD Buffet "Thema Blasenentzündung"

 

Welt-Kontinenz-Woche 2013
Einladungs PDF

 

Vortrag von Dr. Hohenfellner
"Bettnässen läßt sich gut behandeln"
am 3. Juli 2013
um 19 Uhr
beim
Deutschen Kinderschutzbund
Ortsverband Heidelberg
Theaterstraße 11
69117 Heidelberg

"Blasenfunktions-Störung bei Multipler Sklerose"
am 7.12.2013

beim MS-Patiententag der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg

"Chronisches Beckenschmerz-Syndrom bei Frau und Mann" am 23.11.2013 um 13.30 Uhr beim 14. Hagener Schmerzsymposium


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Deutsche Kontinenzgesellschaft

Prävention, Früherkennung, Nachsorge und Active Surveillance

Im Gegensatz zu anderen bösartigen Erkrankungen lassen sich die urologischen Krebserkrankungen sehr gut heilen. Entscheidend dafür ist aber, daß die Tumore zum einen so früh wie möglich erkannt werden und zum anderen die bestmögliche Behandlung erfolgt.

Für die Früherkennung stehen uns Urologen heutzutage diverse aussagekräftige Untersuchungen und moderne Labortests zur Verfügung.

Für die Nachsorge nach erfolgter Therapie ist neben urologischer Rehabilitation und individuell sinnvollen komplementären Maßnahmen die aufmerksame ärztliche Überwachung wichtig, insbesondere bei Behandlung des Prostatatumors ohne Operation oder Bestrahlung mit nur der "Active Surveillance".

Auch aktive Vorbeugung mit spezieller Lebensführung und Ernährung ist möglich, damit kein weiteres Tumorwachstum auftritt - oder der Tumor gar nicht erst entsteht.


Prostatakrebs

Der Prostatakrebs ist die häufigste Tumorerkrankung des Mannes, jeder 2. über 70-Jährige ist davon betroffen. Doch gelegentlich bricht die Krankheit auch schon bei noch jungen Männern aus, so daß die urologische Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr und dann jährlich erfolgen sollte. Für die Früherkennung sind Tastuntersuchung, Sonographie und die PSA-Bestimmung erforderlich, zusätzlich gelegentlich der PCA 3-Test.
Bei Verdacht auf Vorliegen eines Tumors erfolgen Ausschluss oder Diagnosestellung durch Entnahme von Gewebeproben (Stanzbiopsie der Prostata)

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Für die Nachsorge nach erfolgter Operation oder Bestrahlung oder unter antihormoneller Therapie ist die aufmerksame ärztliche Überwachung und Interpretation der PSA-Kontrollen wichtig, ebenso Wiederherstellung der gewohnten Lebensqualität durch Behandlung eventueller Therapiefolgen wie Inkontinenz, Erektionsstörungen oder Hitzewallungen.
Insbesondere bei Behandlung mit der "Active Surveillance", wenn der Befund also erstmal keine sofortige Therapie sondern nur regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderte, muß die Nachsorge festen Regeln folgen.

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Zur Prävention, damit erst gar kein Tumor ensteht oder aber kein neuerliches oder fortschreitendes Tumorwachstum nach Therapie auftritt, kann der Patient selbst mit spezieller Lebensführung und Ernährung viel beitragen.

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Blasenkrebs

Der Blasenkrebs ist die zweithäufigste Tumorerkrankung der Harnorgane, bei Frauen tritt er inzwischen häufiger auf als Gebärmutterhalskrebs. Kontakt mit speziellen Schadstoffen kann die Entstehung fördern, so daß Kenntnis von Risikogruppen besteht und der Blasenkrebs bei diesen auch als Berufskrankheit anerkannt ist. Durch mikroskopische Untersuchung des Harns, NMP22-Bladdercheck, Sonographie, Spiegelung und Kontrastmittel-Röntgen ist Früherkennung zuverlässig möglich. Im Gegensatz zu anderen bösartigen Erkrankungen macht der Blasenkrebs frühzeitig mit ganz typischen Symptomen auf sich aufmerksam.

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Nierentumor

Der Nierentumor ist die dritthäufigste bösartige urologische Erkrankung. In Deutschland erkranken jährlich etwa 11.000 Menschen daran, meist zwischen dem 55. und 71. Lebensjahr. Im gut heilungsfähigen Frühstadium ist der Nierentumor völlig symptomlos, erst bei schon ausgedehnterem Wachstum läßt er sich tasten, verursacht Blutbeimengung im Urin und Schmerzen. Aufspüren läßt sich der Nierentumor zuverlässig mit Ultraschall, die exakte Ausbreitung wird im Folgeschritt mit Computer- bzw. MR- Tomographie ermittelt - entsprechend ist die Nierensonographie fester Bestandteil der urologischen Vorsorge. Spezifische Tumormaker zur Diagnostik oder Beurteilung des Krankheitsverlaufs mit ausreichender klinischen Aussagekraft stehen bislang nicht zur Verfügung.

Risikofaktoren für die Entstehung sind Exposition mit Schwermetallen, Teer und Holzschutzmitteln, erhebliches Übergewicht, Dialysepflichtigkeit, genetische Veränderungen und das Zigarettenrauchen.

Die Nachsorge richtet sich nach dem Stadium - regelmäßige Sonographie, CT/MRT und Labordiagnostik nach im Gesunden erfolgter Tumorentfernung oder aber sehr individuell bei fortgeschrittener Erkrankung.


Hodentumor

Der Hodentumor ist die häufigste Krebserkrankung des jungen Mannes, ab dem 15. Lebensjahr sollte jede Veränderung wie einseitige Größenzunahme, umschriebene Verhärtung oder Schmerz eine urologische Abklärung nach sich ziehen.

Zur Diagnostik dienen neben der Tastuntersuchung und Sonographie mehrere im Blut zu bestimmende Tumormarker (AFP, HCG, LDH, PLAP), die Überprüfung bezüglich schon erfolgte Metastasierung erfolgt mit Computer- bzw. MR-Tomographie.

Die Nachsorge bedeutet neben der Kontrolle auf Ausbildung von Metastasen gleichzeitig die Vorsorge des anderen gesunden Hodens, denn in 2 % entsteht auch hier ein Tumor.

Risikofaktor ist der sogenannte Hodenhochstand – ein bei Geburt noch nicht bis in den Hodensack hinabgelangter Hoden. Selbst nach früh erfolgter operativen Korrektur bleibt ein erhöhtes Risiko für diesen und auch für den anderen normalgelegenen Hoden bestehen. Gehäuftes Auftreten findet sich auch bei eingeschränkter Zeugungsfähigkeit und familiär im Sinne einer genetischen Disposition. Hier sollten regelmäßige urologische Untersuchungen durchgeführt werden.


Peniskarzinom

Das Karzinom des Penis ist eine seltene Krankheit, in Deutschland tritt es jährlich bei etwa 600 Männern auf, meist zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr. Für den Betroffenen bedeutet die Diagnose eine außerordentliche Belastung, da neben der Angst vor der Krankheit die Besorgnis einer das Genital verändernden Operation hinzukommt. Scham, Angst und Verdrängung tragen dazu bei, daß die notwendige ärztliche Hilfe oft erst spät in Anspruch genommen wird – obwohl die Befunde bereits im Frühstadium gut erkennbar und behandelbar sind.
Risikofaktoren sind chronische Entzündungen unter der Vorhaut, insbesondere bei Vorhautverengung, und die Infektion mit bestimmten humanen Papillomaviren (HPV). Entsprechend ist Prävention möglich durch sorgfältige Körperpflege, durch HPV-Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr und durch Beschneidung bei Vorhautverengung oder wiederkehrender Entzündung.

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